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Lexikon Siebdruck, Tampondruck


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Faden

Fäden können einadrig (monofil) oder ein mehradrig (multifile) sein. Zur Herstellung von Siebdruckgewebe werden vornehmlich synthetische Kunststoffe (Polyamid, Polyester) verwendet.

Multifile Fäden sind „mehrfasrig“, also aus mehreren dünneren Fäden versponnen. Multifile Fäden, werden im Siebdruck seit den 1970er Jahren nicht mehr zur Gewebeherstellung verwendet, da solche Gewebe keine Druckpräzision bieten und schlecht zu reinigen sind.

 

Fadendicke

Für die meisten Siebdruckgewebe werden innerhalb einer bestimmten Gewebefeinheit (zum Beispiel 120 Fäden pro Zentimeter) Gewebe mit verschiedenen Fadendicken angeboten. Bei einem 120er Gewebe mit dicken Fäden ist die Reissfestigkeit höher und der Farbverbrauch etwas geringer als bei einem 120er Gewebe mit dünnen Fäden. Beim 120er Gewebe mit dünnen Fäden sind hingegen die Maschenöffnungen größer, was den Druck von feinen, sägezahn-freien Linien oder Rastern erleichtert.

Früher wurden die Fadendicken mit den Kürzeln S (small), T (thick) oder HD (heavy-duty) bezeichnet. Als Beispiel:

  • 120 S bezeichnete ein Gewebe mit 120 Fäden pro cm mit dünnen Fäden, großer Maschenöffnung und geringer Gewebedicke.
  • 120 T bezeichnete ein Gewebe mit 120 Fäden pro cm mit mitteldicken Fäden (Standarddicke).
  • 120 HD bezeichnete ein Gewebe mit 120 Fäden pro cm mit dicken Fäden, kleiner Maschenöffnung und höherer Gewebedicke.

Durch den immer stärker werdenden Einsatz des Siebdruckes im technisch-industriellen Bereich wurde eine genauere Beschreibung des Siebgewebes erforderlich: Die alten Bezeichnungen S, T und HD wurden durch die Angabe der Fadendicke in Tausendstelmillimeter (µm = Mikrometer) ersetzt. Beispiele zur neuen, heute üblichen Kennzeichnung:

  • 120-31 statt 120-S
  • 120-34 statt 120-T
  • 120-40 statt 120-HD

Beispiele für mögliche Einsatzgebiete:

  • Gewebe mit dünnen Fäden sind speziell für den Druck feiner Linien und Raster geeignet (dünne Fäden, große Maschenöffnung).
  • Gewebe mit mitteldicken Fäden sind für die meisten grafischen Siebdruckarbeiten geeignet.
  • Gewebe mit dicken Fäden sind reiß- und scheuerfester. Sie werden auch für einen reduzierten Farbauftrag eingesetzt (kleine Maschenöffnung).

Im Vergleich zum Durchmesser eines menschliches Haares sind die Fäden eines 120er Gewebes nur etwa halb so dick.


Faden-durchmesser

Wird im fertigen Gewebe in der projizierten Gewebeebene gemessen.

Bei Lochsieben wird anstelle von Fadendurchmessern von Stegbreite (engste Stelle) gesprochen.


Farbdichte

Messtechnisches Kurzzeichen: D. Messwert, der beim Messen einer lasierenden Farbe von einem Densitometer analog oder digital in einem logarithmischen Wert angezeigt wird. Siehe auch Densitometer.


Farbe

Allgemein: Empfindung, die beim Menschen bei der Betrachtung z.B. eines Objektes ausgelöst wird. Der Begriff Farbe beschreibt also das, was man mit den Augen sieht und im Gehirn als Eindruck empfindet.

Dieses Sehen steht im Gegensatz zu Begriffen wie z.B. Druckfarbe, die Substanzen kennzeichnen.

Farben lassen sich verbal ohne konkrete Zahlenangaben (Werte) nicht eindeutig beschreiben, es ist nur eine ungefähre Vorstellung zu vermitteln.

Eine systematische Betrachtung der Farben führt zu einer ersten Unterscheidung nach dem Buntton (früher: Farbton). Sortiert man verschiedene Farben nach dem Farbton, so gelangt man bei differenziertem Anordnen wieder zum Beginn der Reihe. Demzufolge sind alle Bunttöne auf einem Kreis anzuordnen. Der Abstand von einem zu einem anderen Farbton ist demnach durch den Bunttonwinkel zu beschreiben. Die Farben liegen auf dem äußeren Rand des Farbkörpers.

Farben mit gleichem Farbton können sich jedoch ebenfalls unterscheiden: Sie können sehr leuchtend und rein oder stumpf und gräulich sein. Es gibt z.B. ein knalliges, brillantes Rot und ebenso ein schmutziges, verschwärzlichtes Rot. Dieses Merkmal einer Farbe wird als Farbton (auch Sättigung) bezeichnet.  Entsprechend der Farbton liegen die Farben in einer bestimmten Helligkeitsebene in einem Abstand zur Grauachse. Der Farbe wird ein Grau mit gleicher Helligkeit zugefügt.

Die Helligkeit ist auf der senkrechten Achse in der Mitte des Farbkörpers angeordnet; sie geht von Schwarz zu Weiß und bildet demnach eine sogenannte Grauachse. Eine Sonderstellung nehmen die Farben Schwarz, Grau und Weiß ein, denen die Farbton Null („unbunt“) zugeordnet wird. Ausgehend von einem unbunten (neutralem) Grau im Mittelpunkt eines (Farb-)Körpers weisen Farben nach außen hin eine immer höhere Farbton auf.

Entsprechend der Farbton sind Farben bei gleichem Farbton in ihrer Helligkeit zu unterscheiden.

Unterscheidungsmerkmale:
Farbton: Rot, Grün, Blau,...
Farbton: leuchtend rein, schmutzig,
– unbunt,...
– Helligkeit: hell, dunkel....


Farbenkreis Kreisförmige Anordnung von Farben (Bunttönen). Bei dem bekannten sechsteiligen Farbenkreis liegen folgende Farben im Kreis nebeneinander: Gelb – Rot – Magenta – Blau – Cyan – Grün. Bei dieser Anordnung bleiben die Farbton und die Helligkeit unberücksichtigt. Die im Farbenkreis jeweils gegenüber liegenden Farben nennt man Komplementärfarben. Dies ergänzen sich in der additiven Mischung zu Weiß, in der subtraktiven Mischung zu Schwarz.
Farbkreis = Farbenkreis

Farbskala

1. Druckfarbe: Genormte Prozessfarben (Druckfarben) für einen Vierfarbdruck, z.B. die Europaskala nach DIN 16 539.

2. Andruck: Der Druck der einzelnen Farben des Farbauszuges und der Zusammendrucke für die Beurteilung des Druckausfalls durch den Kunden und als verbindliche Vorlage für die korrekte Farbführung im Auflagendruck. Auch Andruckskala genannt.


Farbtiefe

Auch Bit-Tiefe genannt. Anzahl möglicher Bunttöne in unterschiedlicher Farbton (Sättigung) und Helligkeit, die mit einem Scanner erfasst und im Rechner gespeichert oder von einem Farbmonitor mit dazugehörender Videokarte wiedergegeben werden können. Beispiele für die Farbtiefe in Bit und die Anzahl darstellbarer Farben:

1 Bit = 2 Farben, 2 Bit = 4 Farben,
3 Bit = 8 Farben, 4 Bit = 16 Farben,
6 Bit = 64 Farben, 8 Bit = 256 Farben,
24 Bit = 16,7 Millionen Farben.

Siehe auch Abtastauflösung, Grauwert, Bit


Fabton

Allgemein und umgangssprachlich: Der Name einer bestimmten Farbe, z.B. Blau, Gelb, Rot oder auch helles Grün, rötliches Blau.

In der Farbmesstechnik, Farbmetrik: Die Wellenlänge des Lichts einer Farbe in ihrer reinsten Form. Der Farbton (T), in der Messtechnik heute Farbton genannt, gibt auf einer Normfarbtafel die Lage des Farbortes auf der Außenlinie an.


Farbverlauf Farbige Fläche, deren Farbintensität zu einer Seite hin nachlässt; z.B. eine schwarze Fläche, die stufenlos über dunkle und helle Grautonwerte bis (fast) zum Papierweiß verläuft.

Flutrakel = Vorrakel

Folienbeschriftung Unter dem sogenannten Folienschnitt versteht man ein besonderes Druckverfahren, bei dem aus einer farbigen Folie mit Hilfe eines Schneideplotters ein bestimmtes Motiv ausgeschnitten wird. Dieses Motiv wird zuvor am Computer ausgewählt oder eigenhändig gestaltet und anschließend an den Plotter übertragen, welcher das gewünschte Motiv genau und zuverlässig druckt und es mit einer Transferfolie versieht. Mittels dieser selbstklebenden Transferfolie ist es nach erfolgreichem Druck möglich, das Motiv sehr einfach auf das zu beklebende Objekt zu übertragen. Bevor dies jedoch geschehen kann, wird die überschüssige Farbfolie per Hand entfernt, so dass später nur noch das gewünschte Motiv übrig bleibt und auch nur dieses wird letztendlich auf die bedruckbare Fläche, zum Beispiel ein T-Shirt, unter großer Hitze aufgetragen. Durch die besondere Beschichtung und Zusammensetzung der verwendeten Farbfolie ist diese UV- und Wetterbeständig und auch für die Waschmaschine geeignet, sowie hitzebeständig bis zu 90°C und resistent gegen die meisten Fette, Öle und schwache Säuren. Da dieses Verfahren besonders flexibel ist, lassen sich die verschiedensten Motive ausschneiden, wie zum Beispiel Schriftzüge, kleine Logos oder größerflächige Bilder, wobei Schriften mit einer Buchstabenhöhe zwischen 1,5 und bis zu 200 Zentimeter erstellt werden können. Die Folie kann anschließend unter anderem auf Textilien, Fahrzeuge oder Boote übertragen werden. Die Hatlbarkeit dieser Folien ist abhängig von dem jeweiligen Folientyp und liegt im Bereich der Aussenwerbung zwischen 3 und bis zu 10 Jahren, im Bereich der Innenwerbung ist die Haltbarkeit fast unbegrenzt. Dadurch, dass die Folien durchgefärbt sind, können sie auch auf Glasflächen angebracht werden und sind anschließend von beiden Seiten gut sichtbar.

Quellen: Siebdruckerinnung Wikipedia